Nokia: Rekordjahr für den Handy-Riesen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Nokia Rekordjahr für den Handy-Riesen

Der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia hat ein Rekordjahr hinter sich. Der Gewinn vor Steuern und der Umsatz stiegen kräftig an. Vor allem das Weihnachtsgeschäft bescherte den Finnen gute Verkaufszahlen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Helsinki - "Wir haben allen Grund, mit unserer Leistung zufrieden zu sein", hieß es in einer Nokia-Mitteilung. Große Nachfrage bestehe weiterhin nach dem so genannten Wap-Handy 7110 (Wap: Wireless Application Protocol), dem ersten Handy der Welt, mit dem Internet-Inhalte auf das Mobiltelefon übertragen werden konnten. Das Telefon war zunächst trotz weitflächiger Ankündigung für das Weihnachtsgeschäft kaum lieferbar. Den endgültigen Durchbruch für die Wap-Technologie erhofft sich Nokia wie auch die anderen Hersteller auf der Computermesse Cebit Ende Februar. Nokia stellt dort ein neues Designer-Handy vor, das lediglich 79 Gramm wiegt.

Für das laufende Jahr bekräftige Nokia das bereits veröffentlichte Ziel einer Umsatzsteigerung von 30 bis 40 Prozent. Nokia rechnet damit, dass Ende 1999 weltweit 480 Millionen Menschen mobil telefoniert haben. Bis Ende 2002 sollen es mehr als eine Milliarde sein.

Zu den Wachstumsträgern wird nach Einschätzung von Firmenchef Jorma Ollila die Weiterentwicklung des mobilen Internetzugangs zählen. Nokia werde eigene Lösungen für den drahtlosen elektronischen Handel (E-Commerce) entwickeln.

Der finnische Telekommunikationskonzern steigerte 1999 den Konzernumsatz um 48 Prozent auf 19,8 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen am Dienstag in Helsinki mit. Der Betriebsgewinn stieg um 57 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro. Der Gewinn pro Aktie erhöhte sich um 51 Prozent auf 2,24 Euro.

Nokia kündigte zudem einen Aktiensplit im Verhältnis vier zu eins und den Rückkauf eigener Aktien an. Mit dem Aktiensplitt, über den die Anteilseigner am 22. März auf der Hauptversammlung entscheiden werden, solle die Liquidität und somit die Attraktivität der eigenen Aktie für die Anleger verbessert werden, hieß es.