Nokia-Zahlen: Umsatz sinkt, Gewinn steigt - DER SPIEGEL
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Nokia-Zahlen Umsatz sinkt, Gewinn steigt

Der weltgrößte Handyproduzent Nokia hat im ersten Halbjahr 2002 seine Gewinne bei sinkendem Umsatz gesteigert. Allerdings müssen die Finnen demnächst vermutlich an den Mobilfunker MobilCom vergebene Kredite abschreiben.
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Helsinki - Nokia   erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten einen Gewinn von 1,72 Milliarden Euro, ein Plus von zehn Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres. Der Umsatz ging dagegen um neun Prozent auf 13,95 Milliarden Euro zurück, teilte der finnische Konzern am Donnerstag in Helsinki mit. Das Betriebsergebnis stieg um zehn Prozent auf 2,45 Milliarden Euro.

Der Konzern korrigierte zudem seine bisherigen Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2002. Anstatt der bislang anvisierten 83 Euro-Cent Gewinn je Aktie (EPS) werde nun mit einem EPS zwischen 79 und 84 Cent gerechnet, teilte Nokia mit. Nokia habe auch die Führung vor den Konkurrenten auf dem Handy- Markt weiter ausgebaut, betonte Vorstandschef Jorma Ollila. Der Weltmarktanteil sei um einen Prozentpunkt auf 38 Prozent gestiegen.

Auch für das Gesamtjahr werde ein Wert über den 37 Prozent zum Ende 2001 erwartet. "Das wirtschaftliche Umfeld wird in der zweiten Jahreshälfte weiterhin hart sein", warnte Ollila. Für Anfang 2003 kündigte er die Serienreife der ersten Geräte des Zukunfts- Mobilfunkstandards UMTS an.

Von der Krise beim deutschen Mobilfunkunternehmen Mobilcom   sieht sich auch Nokia belastet. Die gegenwärtigen Restrukturierungsbemühungen bei den Büdelsdorfern könnten dazu führen, dass Nokia offene Forderungen an MobilCom neu bewerten müsse, hieß es in Helsinki. Nokia hatte dem angeschlagenen Neuer-Markt-Unternehmen rund 750 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Eine Neubewertung der Forderungen könnte das Ergebnis im dritten Quartal belasten, fürchten die Finnen.