Notenbank-Sitzung: EZB hofft auf moderate Lohnrunde - DER SPIEGEL
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Notenbank-Sitzung EZB hofft auf moderate Lohnrunde

Die Europäische Zentralbank hat die Leitzinsen in der Euro-Zone unverändert gelassen. Chef-Notenbanker Trichet sieht in der Entwicklung der Ölpreise keine akute Gefahr - er hofft aber, dass die Gehälter nicht zu stark steigen.
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Frankfurt am Main - Der EZB-Rat beließ den Schlüsselzins wie erwartet auf dem Niveau von 2,0 Prozent, das seit Juni 2003 gilt. Die meisten Analysten rechnen nun erst im kommenden Jahr mit einer Zinserhöhung, wenn sich der moderate Wirtschaftsaufschwung fortsetzen und das Risiko eines zu starken Preisauftriebs steigen sollte.

EZB-Chef Jean-Claude Trichet sagte am Nachmittag, die anhaltend hohen Ölpreise hätten die Inflationsrisiken in der Euro-Zone erhöht. Sie stellen aber noch keine Gefahr für das Ziel stabiler Preise dar. "Die jüngsten Ölpreisanstiege haben direkte Auswirkungen auf die Entwicklung der Verbraucherpreise in der Euro-Zone gehabt."

Entspannung 2005 möglich

Nach der EZB-Definition ist Preisstabilität bei Teuerungsraten nahe, aber unter zwei Prozent erreicht. Seit fünf Monaten liegt sie in der Euro-Zone etwas über dieser Marke.

Trichet sagte, es sei unwahrscheinlich, dass die Inflationsrate in diesem Jahr noch unter zwei Prozent falle. Aber sollten Lohnabschlüsse moderat bleiben, werde diese Schwelle 2005 wieder unterschritten.

Das Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone hat nach den Worten Trichets seine Dynamik bewahrt und sollte sich in den kommenden Quartalen verfestigen. Dazu würden auch die niedrigen Zinsen der EZB beitragen.