TARIFSTREIT Notfalls Streik
Bei der Deutschen Bank gibt es Ärger um die neu zu gründende Deutsche Bank 24 AG, die das Massengeschäft mit Privat- und Geschäftskunden künftig abwickeln soll. Gewerkschaften und Betriebsräte wollen diese Ausgliederung nicht kampflos akzeptieren. »Die Beschäftigten sollen sehenden Auges in eine minderwertige Bank gehen«, sagt Gerhard Renner, der als Gewerkschaftsvertreter im Aufsichtsrat sitzt. Das seien »17 000 Geiseln«, protestiert die Gewerkschaft HBV. Bei einer Betriebsrätekonferenz wird es in dieser Woche erste Protestaktionen geben. Deutsche Bank-Vorstand Tessen von Heydebreck will den Tarifvertrag für das neue Kreditinstitut auf jeden Fall flexibler gestalten: So soll der Samstag zum Regelarbeitstag werden, auch Sonntagsarbeit im Bankgewerbe soll möglich sein. Zudem will Heydebreck das Weihnachtsgeld zugunsten leistungsbezogener Boni abschaffen. Die Gewerkschaften wollen sich notfalls mit Streiks wehren.