NRW: Tarifparteien noch weit auseinander - DER SPIEGEL
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NRW Tarifparteien noch weit auseinander

Stundenlang hatten Arbeitgeber und Gewerkschaften erneut miteinander verhandelt - eine Einigung war im Tarifstreit in der Metallindustrie im Pilotbezirk Nordrhein-Westfalen am Abend dennoch nicht in Sicht.
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Düsseldorf -  Es gebe aber "intensive Bemühungen von beiden Seiten", sagte ein Sprecher der IG Metall in Düsseldorf. Arbeitgeber und Gewerkschaft seien sehr bemüht, die Situation zu entschärfen und ein Scheitern zu verhindern. Ob ein unbefristeter Streik noch vermieden werden kann, ist damit weiterhin noch offen. Ein Ende oder eine Unterbrechung der Verhandlungen war am späten Abend nicht absehbar.

Beide Parteien in dem Tarifstreit hatten sich am Nachmittag in der siebten Verhandlungsrunde kompromissbereit gezeigt und Vorschläge zur Einigung auf den Tisch gelegt. Der Verhandlungsleiter der nordrhein-westfälischen IG Metall, Detlef Wetzel, hatte eine Erhöhung der Löhne um 3,4 Prozent vorgeschlagen und war damit endgültig von der bisherigen Forderung der Gewerkschaft nach fünf Prozent mehr Lohn abgerückt.

Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Michael Jäger, lehnte einen Abschluss von über drei Prozent indes kategorisch ab. "Drei Prozent plus X ist auf keinen Fall machbar", sagte er. Aber auch Jäger hatte das Angebot der Arbeitgeber nachgebessert und eine zweimalige Anhebung der Gehälter um jeweils zwei Prozent und zwei Einmalzahlungen von jeweils 0,4 Prozent der Löhne und Gehälter angeboten.

Bei den Gesprächen in Düsseldorf sind auch die Bundesspitzen von Gewerkschaft und Arbeitgebern zugegen, um einen möglichen Pilotabschluss absegnen zu können. Die Tarifgespräche in Düsseldorf sind von bundesweitem Interesse, weil einer Entscheidung Modellcharakter für die anderen Tarifbezirke zukommen könnte. Bundesweit sind derzeit 3,4 Millionen Menschen in der Branche beschäftigt, davon rund 700.000 in Nordrhein-Westfalen.

Gewerkschaftschef Peters hatte zu Beginn der Verhandlungen an die Arbeitgeberseite appelliert, zu einer Einigung zu kommen. Die Arbeitgeber wüssten, dass ihnen die Zeit davon läuft. Sollte es bei der siebten Verhandlungsrunde zu keinem Ergebnis kommen, müsse sich der IG-Metall-Vorstand mit der Frage eine Urabstimmung für einen Streik befassen.

fok/Reuters/dpa/ddp/