Nun doch Vobis soll verkauft werden
Hamburg - "Im März diesen Jahres sollten die Verträge wasserdicht sein", kündigte Rakow in der "Computer Bild" an. Warum der Mehrheitsgesellschafter Divaco, der zum Handelskonzern Metro gehört, seine 75 Prozent von Vobis verkaufen will, sagte Rakow nicht. Auch zu Spekulationen um mögliche Interessenten für den angeschlagenen Computerhändler schwieg sich der Vorstandsvorsitzende aus.
In Branchenkreisen wird seit längerem vermutet, dass Vobis abgestoßen werden soll. Als mögliche Käufer wurden bislang der Telekom-Ausrüster Teles, Gateway und Dell gehandelt.
Divaco gehört neben der Metro dem Gerling-Konzern sowie der Deutschen Bank. Rakow hält zusammen mit seinem Partner Jürgen Bochmann die restlichen 25 Prozent an Vobis.
Vobis wurde Mitte der siebziger Jahre von Theo Lieven gegründet und von ihm bis zu seinem Ausstieg 1996 zu einer der erfolgreichsten Computerhandelsketten ausgebaut. Seitdem ging es mit Vobis stetig bergab. 1998 wollte der Metro Konzern schon einmal verkaufen. Doch der Deal mit dem Distributionsunternehmen CHS plazte, weil die Finanzierung auf wackeligen Beinen stand.