Objektive Grenzen
Bonn will sein finanzielles Engagement bei der Luftfahrtindustrie überprüfen. Ein Kabinettsausschuß der Staatssekretäre Rohwedder Wirtschaft), Mommsen Verteidigung), von Braun (Außen), Wittrock (Verkehr) und Haunschild (Wissenschaft) soll unter Leitung von Kanzleramtsminister Ehmke die längerfristigen Finanzierungsmöglichkeiten von Luftfahrtprojekten klären. Die Bundesregierung fühlt sich schon jetzt überfordert, zusätzliche Mittel für den Kurzstrecken-Jet VFW 614 und den Airbus A 300 B bereitzustellen. Bonns VFW-Engagement (bisher 292 Millionen Mark) wird durch eine Nachforderung in Höhe von 115 Millionen Mark (60 Millionen für das Rolls-Royce-Triebwerk und 55 Millionen für die Zelle) strapaziert, die Deutsche Airbus GmbH (Bonn-Zusage: bisher 815 Millionen Mark Entwicklungskosten und eine 500-Millionen-Bürgschaft für die Serienfinanzierung) wünscht zusätzliches Geld für die Entwicklung der gestreckten Airbus-Versionen und die Absatzfinanzierung. Meinte Wirtschaftsstaatssekretär Detlev Karsten Rohwedder: »Es gibt objektive Grenzen der Förderungswürdigkeit und unseres Engagements.«