OECD sieht schwarz - DER SPIEGEL
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OECD sieht schwarz

• aus DER SPIEGEL 20/1987
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Unermüdlich verbreitet Bonns Wirtschaftsminister Martin Bangemann Optimismus. 1987 werde, verkündete der Liberale vergangene Woche, ein »Jahr des Wachstums« sein und abermals mehr Arbeitsplätze bringen. Wirtschaftsexperten der OECD sehen das ganz anders. In ihrem vertraulichen Jahresgutachten zeichnen sie ein eher trauriges Biid der Bundesrepublik. Unerwartet rasch habe die Aufwertung der Mark die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Firmen verringert und das-Geschaftsklima rapide verschlechtert. Unter den sieben großen Industriestaaten wachse, so das OECD-Papier, das Sozialprodukt der Deutschen am langsamsten. Für dieses Jahr werden lediglich real anderthalb Prozent Wachstum prognostiziert, 1988 werde das Wachstum unter zwei Prozent bleiben. Ein erneutes Ansteigen der Arbeitslosigkeit sei deshalb nicht zu vermeiden. Bei ihrer Prognose haben die Experten noch optimistisch angenommen, der Ölpreis werde nicht steigen und der Dollarkurs nicht weiter fallen.

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