Öl für Amerika Deutschland leistet drittgrößten Beitrag
Paris - Insgesamt sagten die 26 zur Internationalen Energieagentur (IEA) gehörenden Staaten 2,1 Millionen Barrel pro Tag zu, davon 94 Prozent aus den strategischen Reserven, drei Prozent in Form von Nachfragebegrenzung und drei Prozent über höhere Förderung. Nordamerika liefert 52 Prozent der Beiträge, Europa 30 und die Pazifikregion 18 Prozent, erklärte heute die IEA.
Deutschland leistet mit sechs Prozent den drittgrößten Beitrag. Den größten Anteil hatten die USA selbst mit 44,2 Prozent vor Japan mit zwölf Prozent.
Aus den Reserven werden täglich 1,29 Millionen Barrel Rohöl und 683.000 Barrel Raffinerieprodukte auf den Markt geworfen, darunter 369.000 Barrel Diesel und 276.000 Barrel mittlere Destillate. Alleine die Europäer, die 51 Prozent ihrer Reserven in Form raffinierter Produkte lagern, stellen 545.000 Barrel Endprodukte bereit, darunter 317.000 Barrel Diesel.
Am 15. September will die IEA über die Fortsetzung der Hilfen befinden. Für den Fall einer längeren Dauer des Benzin-Versorgungsengpasses nach dem Hurrikan ist die IEA eigenen Angaben zufolge zu einer Verlängerung der Hilfen für die USA bereit.
Durch den Hurrikan "Katrina" sind Anfang der vorigen Woche im Golf von Mexiko 56 Plattformen der Öl- und Erdgas-Industrie zerstört oder beschädigt worden. 28 Plattformen sind nach Angaben US-Küstenwache verloren, die übrigen 28 beschädigt. Zudem konnte bislang erst eine der acht von "Katrina" beschädigten US-Raffinerien an der Golf-Küste die Produktion wieder aufnehmen. Normalerweise decken diese Raffinerien rund zehn Prozent des Benzinbedarfs der USA.