GELDANLAGE Ölfonds
Gegendarstellung: Unter der Überschrift »Geld ohne Wiederkehr - die trüben Erfahrungen mit Abschreibungsgeschäften« berichtet DER SPIEGEL in seiner Nr. 47 vom 22. November 1982 auf den Seiten 50 und 52 auch über unsere Energie-Anlage-Fonds.
Es wird behauptet, die Anleger unserer Fonds, die DM 150 Mio. gezeichnet hätten, seien mit unserer Hilfe von den texanischen Ölmilliardären Hunt nach allen Regeln der Kunst ausgenommen worden, das Geld sei für riskante Vorhaben eingesetzt worden und nun ebenso verloren wie die US-$ 25 Mio., für den Fonds Nr. 7, die teilweise noch in 1983 von den Zeichnern einzuzahlen sind.
Es wird auch behauptet, der Fonds Nr. 7 habe nur dazu dienen sollen, die Verluste der Initiatoren auszugleichen und den beiden Fonds-Geschäftsführern eine eigene Beteiligung am 1. Fonds auszuzahlen.
Diese Darstellung ist unrichtig bzw. unvollständig.
Die Hunt-Energy-Corporation war an allen, nicht nur riskanten Bohrungen mit einem größeren Anteil als wir beteiligt. Bei einer Vielzahl von Bohrungen waren auch Exxon, Gulf, Phillips Petroleum und Mesa Petroleum als Konsortialpartner beteiligt. Nachdem bis 1981 wider Erwarten Mehr-Investitionen und Kostenüberschreitungen aufgetreten waren, haben wir, um die Ansprüche der Anleger an den bei der Erschließung gefundenen Öl- und Gasreserven zu erhalten und zu sichern, den Energie-Anlage-Fonds Nr. 7 aufgelegt; der dient dazu, den Anlegern der Fonds 2, 3 und 4 die vertragsgemäße Verwertung der Entwicklungsrechte zu sichern; aus seinem Vermögen wurden nur die Anteile zweier Zeichner des Gründungsfonds Nr. 1 ausgezahlt, die für eine Darlehensbeschaffung eine Bürgschaft für DM 20 Mio. übernommen hatten.
Die bisherigen Explorations- und Bohrergebnisse lassen durchaus den Schluß zu, daß Rückflüsse auf das eingesetzte Kapital erfolgen werden, deren Höhe jedoch erst nach Abschluß sämtlicher Investitionsmaßnahmen und Tilgung der bestehenden Darlehnsverpflichtungen beziffert werden kann.
Norddeutsche Vermögens-Anlage GmbH & Co. KG Rahe Dr. Kortüm
Die Redaktion hat sich von der Richtigkeit der vorstehenden Gegendarstellung überzeugt. Sie hat ferner nicht den Eindruck erwecken wollen, daß die Entstehung und Abwicklung der Energie-Anlage-Fonds insgesamt und insbesondere durch ihre Geschäftsführer Rahe und Kortüm nicht seriös oder vertragsgemäß erfolgte.