Ölpreis-Sorgen: Eichel knöpft sich die Scheichs vor - DER SPIEGEL
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Ölpreis-Sorgen Eichel knöpft sich die Scheichs vor

Finanzminister Eichel hat die Opec in ungewöhnlich deutlicher Form aufgefordert, mehr Öl zu fördern. Er fürchtet: Die hohen Treibstoffpreise könnten sonst den schwächlichen Aufschwung abwürgen.
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Berlin/Wien - Die Opec-Staaten müssten ihrer Verantwortung für die Weltwirtschaft gerecht werden, sagte Eichel dem "Handelsblatt". Sollte Erdöl auf längere Sicht so teuer bleiben wie jetzt, könnte dies die beginnende Konjunktur-Erholung in Deutschland und ganz Europa gefährden. Der jüngste Beschluss, die Ölförderung zu drosseln, sei damit nicht zu vereinbaren.

Die Organisation hatte Ende März in Wien beschlossen, die Produktionshöchstmenge um vier Prozent zu senken. Der Korbpreis für Opec-Öl notiert weiter über der kritischen Marke von 30 Dollar pro Barrel.

Eichel sagte weiter, der gegenwärtige Wert des Euro sei für die deutsche Export-Wirtschaft akzeptabel. Der reale Wechselkurs der Gemeinschaftswährung entspreche dem langjährigen Durchschnittswert. Mittelfristig werde der latente Aufwertungsdruck auf den Euro jedoch anhalten. Eichel begründete dies mit globalen Ungleichgewichten.