Ölpreisschock Dax startet im Minus
Frankfurt am Main/New York - Der Dax verlor zum Handelsauftakt rund ein Prozent auf 6243 Punkte. Mittlerweile legte der Leitindex aber wieder zu. Schuld an den fallenden Kursen ist unter anderem der Ölpreis. Der markiert bei immer neuen Höchstständen und peilt mittlerweile die 150-Dollar-Marke an: Ein Barrel Leichtöl der Sorte WTI stieg an der New Yorker Börse auf 145,09 Dollar pro Barrel (159 Liter). Am asiatischen Markt kletterte der Preis für ein Fass der Sorte Brent North Sea sogar über 146 Dollar. Für ein Fass Opec-Öl muss man erstmals 137 Euro hinlegen - fast einen Dollar mehr als am Dienstag.
Auch der starke Euro belastet die Kurse. Zwar entfernte er sich im frühen Devisenhandel wieder von seinem Höchststand um Mitternacht, notiert aber immer noch bei 1,5878 Dollar. Der Dollar fiel im Gegensatz dazu auf ein neues Zweimonatstief.
Zudem warten die Börsianer auf die Leitzinsentscheidung der EZB. Obwohl der Schritt eigentlich schon einkalkuliert sei, werde die offizielle Stellungnahme der EZB noch einmal Einfluss auf den Ölpreis haben, sagte ein Analyst.
Der Ölrekord verdarb an der Wall Street im späten Handel kräftig die Stimmung: Die US-Börsen schlossen annähernd auf Tagestiefständen. Alle wichtigen Indizes gingen mit deutlichen Verlusten aus dem Handel. Am stärksten fielen im Schnitt Technologieaktien und Autowerte. Der Dow-Jones-Index sank um 1,46 Prozent auf 11.216 Punkte und schloss auf dem tiefsten Stand seit August 2006. Der Nasdaq-Index fiel am stärksten um 2,32 Prozent auf 2251,46 Punkte. Dow Jones und Nasdaq-Index notierten damit 20 Prozent unter ihren letzten Höchstständen vom Herbst 2007.
Auch die Börsen in Fernost verzeichneten überwiegend Kursverluste: In Japan schlossen die Märkte am Abend im Minus, nachdem Investoren ihr Geld aus Rohstoff- und exportorientierten Aktien abzogen. Besonders die Autoaktien zeichneten in Tokio Verluste.
cvk/Reuters/ddp/AP/dpa-AFX