Offene Optionen - DER SPIEGEL
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DEUTSCHE BANK Offene Optionen

• aus DER SPIEGEL 18/2002
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Eine weit reichende Umstrukturierung steht der Deutschen Bank bevor. Der designierte Vorstandssprecher Josef Ackermann will das Institut künftig in vier abgegrenzte Bereiche unterteilen. Dabei soll das Filialgeschäft der Deutschen Bank 24 enorm gestärkt werden. So sollen weltweit rund 200 000 »F3«-Kunden - das sind mittelgroße Firmen mit Umsätzen von mehr als 50 Millionen Euro - von der Investmentbank zur Filialbank wechseln. Die Investmentbank würde künftig nur noch 7000 Top-Konzerne betreuen. Zudem wird die Filialbank aus dem Bereich »Private Banking« einen Großteil der 300 000 Kunden mit Vermögen von weniger als einigen Millionen Euro übernehmen. Daneben schafft das Geldhaus mit einer Investmentbank amerikanischen Zuschnitts, mit der künftig »Private Wealth Management« genannten Privatbank und mit der institutionellen Vermögensverwaltung drei hoch spezialisierte Bereiche. Unter der Führung des Konzernmanagements sollen die einzelnen Geschäftsfelder über große Selbständigkeit verfügen. Dennoch erhofft sich Ackermann Synergien: So wird die Filialbank ein Hauptkunde der Investmentbank. Sie soll Kredite vergeben und damit Risiken akquirieren, die von der Investmentbank dann gebündelt und verkauft oder als Anleihen platziert werden. Außerdem soll die Filialbank als Vertriebsweg für die Vermögensverwaltung fungieren. Die weitgehend selbständigen Strukturen lassen zudem die Option offen, einzelne Bereiche künftig zu verkaufen oder separat an die Börse zu bringen.

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