Offenlegung von Managergehältern: Zypries droht mit Strafen - DER SPIEGEL
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Offenlegung von Managergehältern Zypries droht mit Strafen

In der Debatte über die individuelle Offenlegung der Vorstandsbezüge erhöht Bundesjustizministerin Brigitte Zypries den Druck auf die Vorstände der Aktiengesellschaften. Sollte ein Gesetz notwendig sein, so die Ministerin, werde darin auch eine Strafandrohung enthalten sein.
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Hamburg - Mit den Verweigerern ging sie hart ins Gericht. "Diese Haltung der Manager ist unklug", kritisierte Zypries die Mehrzahl der Dax-Vorstände im Gespräch mit manager-magazin.de. "Wer sein Geld verdient, hat auch nichts zu verbergen. Unternehmerische Exzellenz verträgt Transparenz", sagte die Ministerin.

Zwar will die Ministerin vorerst weiterhin auf Freiwilligkeit setzen, nennt aber erstmals Details einer möglichen Zwangslösung per Gesetz. "Fehlende Angaben im Bilanzanhang - und dazu würde auch eine gesetzliche Pflicht zur Angabe der Vorstandsbezüge gehören - werden grundsätzlich mit einem Bußgeld bestraft", sagte Zypries. Bei besonders schwerwiegenden Täuschungen sei sogar eine Freiheitsstrafe denkbar.

Auf die Frage, ob neben dem Grundgehalt auch Aktienoptionen und andere Vergütungsbestandteile, so genannte Long Term Incentives (LTI), offen gelegt werden sollen, antwortete Zypries: "Es muss möglichst alles hinein." Darüber hinaus hält die Bundesjustizministerin in Anlehnung an das britische Modell auch eine Abstimmung der Hauptversammlung über das Vergütungskonzept eines börsennotierten Unternehmens für reizvoll. Sie erwarte eine entsprechende Empfehlung aus Brüssel.