Office-Angebot: Google buhlt um Microsofts Konzernkunden - DER SPIEGEL
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Office-Angebot Google buhlt um Microsofts Konzernkunden

Google hat seine Palette von Office-Anwendungen erweitert: Es gibt jetzt auch eine gebührenpflichtige Version für Großkunden – und Weltkonzerne wie GE und Procter & Gamble greifen zu. Damit setzt der Web-Konzern seinen Rivalen Microsoft kräftig unter Druck.
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San Francisco - Die "Apps Premier Edition" stehe Unternehmen und Organisationen ab sofort zur Verfügung, teilte Google   mit. Dabei handelt es sich um ein Office-Paket aus Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, E-Mail und Terminverwaltung, das es bisher schon kostenlos für Privatanwender gab und das nun in einer Business-Version für Unternehmen vermarktet wird.

Die kostenlose Ausführung wird nach Angaben von Google bislang von mehr als 100.000 kleinen Betrieben sowie mehreren hundert Hochschulen eingesetzt. Bei der Google Apps Premier Edition gibt es für eine Jahresgebühr von 50 Dollar (38 Euro) eine Mailbox-Kapazität von zehn Gigabyte, eine Verfügbarkeitsgarantie von 99,9 Prozent sowie die Unterstützung der Push-Mail-Technik für Blackberry-Geräte.

Vorstandschef Eric Schmidt sprach von einem großen Schritt für das Unternehmen. Das Angebot werde bewusst zu geringen Kosten eingeführt, um möglicht viele Unternehmen dazu zu bringen, die Google Apps auszuprobieren. Zu den ersten Großkunden gehören laut Google Procter & Gamble und General Electric.

Microsoft: Wir freuen uns schon

Marktbeobachterin Rebecca Wettemann von der Firma Nucleus Research sagte, der Zeitpunkt der Einführung nur drei Wochen nach Microsoft   Office 2007 sei für den Software-Marktführer "ein Schuss vor den Bug".

Microsoft begrüße den Wettbewerb, sagte der für Office zuständige Manager Kirk Gregersen und fügte hinzu: "Das hilft uns, dass wir auf den Zehenspitzen bleiben."

Mit dem Vertrieb von Software könnte der Suchmaschinen-Marktführer Google seine Abhängigkeit von der Online-Werbung verringern. Bislang machen Einnahmen aus Software-Lizenzen nur etwa ein Prozent des Google-Umsatzes von 10,6 Milliarden Dollar aus.

itz/dpa/AP