Online-Banking: Angst ist das größte Hindernis - DER SPIEGEL
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Online-Banking Angst ist das größte Hindernis

Immer mehr Deutsche wickeln ihre Bankgeschäfte über das Internet ab. Nach einer Umfrage haben aber noch viele Kunden Angst vor Datenmissbrauch.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main - Knapp sieben Millionen Bundesbürger oder elf Prozent wickeln ihre Bankgeschäfte mittlerweile über das Internet ab. Mitte 1998 waren es noch acht Prozent, wie der Bundesverband deutscher Banken mitteilte.

Nach wie vor erweise sich aber die Angst vieler Bundesbürger vor Datenmissbrauch im Internet als größtes Hemmnis für die boomende Branche. Dies habe eine Umfrage des Verbandes zusammen mit der Forschungsgruppe Wahlen Online gezeigt. Danach betrieben fast ein Drittel der 10.000 befragten Personen kein Online-Banking, da ihnen dies "zu unsicher" sei. Generell hielten sogar 41 Prozent elektronische Bankgeschäfte für "nicht so sicher". Fast ein Fünftel meinte, es sei "gar nicht sicher". Selbst bei routinierten Internet-Nutzern, die bereits ihre Bankgeschäfte über die weltweite Datenautobahn tätigten, hegten noch viele Zweifel an der Sicherheit bei der Datenübertragung.

Der Bundesverband plädierte deshalb erneut für den Einsatz digitaler Signaturen. Nur diese garantierten Sicherheit im Internet- Geschäftsverkehr. Die Politik solle daher auch die elektronische Schriftform rechtsverbindlich machen. Dabei müsse im Gesetz dann auch klargestellt werden, dass die Urheberschaft solch elektronischer Willenserklärungen nicht bestritten werden könne. Dahinter steht der Wunsch nach einer Überwachungsinstanz, die die Identität des potentiellen Kunden verifizieren könnte.