Online-Händler: Amazon-Ausblick enttäuscht die Börse - DER SPIEGEL
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Online-Händler Amazon-Ausblick enttäuscht die Börse

Hohe Kosten drücken die Margen beim weltgrößten Online-Einzelhändler Amazon, der Gewinn schrumpft im dritten Quartal. Zudem überrascht das Unternehmen die Anleger mit einer verhaltenen Umsatzprognose. Die Aktie verliert mehr als sieben Prozent.
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Los Angeles - Der Nettogewinn fiel auf 30 Millionen Dollar oder sieben Cent pro Aktie nach 54 Millionen Dollar oder 13 Cent je Aktie vor einem Jahr, teilte Amazon   gestern nach US-Börsenschluss mit.

Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten mit neun Cent pro Aktie gerechnet. Die meisten Marktbeobachter hatten allerdings nicht die Kosten von 40 Millionen Dollar zur Beilegung eines Rechtstreits einkalkuliert. Ohne die Sonderposten lag der Gewinn bei 16 Cent je Aktie und damit über den Markterwartungen von 15 Cent.

Der Umsatz legte im Rahmen der Erwartungen zu. Er stieg um 27 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 1,84 Milliarden Dollar gerechnet.

Die Umsatzprognose wird Amazon-Finanzchef Tom Szkutak zufolge von dem Erstarken des Dollar belastet, was das Geschäft in Übersee belaste. Für das laufende vierte Quartal erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 2,86 Milliarden Dollar und 3,16 Milliarden Dollar. Analysten gehen im Schnitt von einem Umsatz von 3,08 Milliarden Dollar aus. Für das Gesamtjahr rechnet Amazon mit einem Umsatz von 8,37 bis 8,67 Milliarden Dollar. Analysten erwarten 8,38 bis 8,69 Milliarden Dollar.

Der schwache Ausblick belastete die Amazon-Aktie. Der Kurs fiel nachbörslich um 7,7 Prozent auf 42,60 Dollar.

Neben dem Ausblick zeigten sich Analysten auch mit der Bruttogewinnmarge des Unternehmens unzufrieden. Sie habe mit 5,9 Prozent ohne Sonderposten unter seinen Erwartungen gelegen, erklärte Anthony Noto von Goldman, Sachs & Co. Zudem sei es die niedrigste Bruttogewinnmarge, die Amazon seit mehr als sieben Quartalen präsentiert habe.

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