Online-Netzwerk: Gerüchte um Stellenabbau bei MySpace - DER SPIEGEL
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Online-Netzwerk Gerüchte um Stellenabbau bei MySpace

Tiefrote Zahlen, gefeuerte Gründer, von der Konkurrenz abgehängt: MySpace, einst umjubeltes soziales Netzwerk der ersten Stunde, ist zum Sanierungsfall geworden. Jetzt ist nach einem Bericht des US-Blogs "TechCrunch" fast jeder dritte Arbeitsplatz gefährdet.
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New York - Unruhe im Silicon Valley: Von den 1600 Mitarbeitern des Online-Netzwerks MySpace sollen demnächst 500 entlassen werden, meldet ein US-Blog. Demnach solle eine "massive" Anzahl von Mitarbeitern ihren Job verlieren. MySpace wollte den Bericht nicht kommentieren.

Um gegenüber dem Konkurrenten Facebook wettbewerbsfähig zu bleiben, müsse MySpace Kosten reduzieren, berichtete das Blog "TechCrunch" am Mittwoch.

Das Medienunternehmen News Corp.  , zu dem MySpace und Fox Interactive gehören, hatte das Web-Portal vor vier Jahren für gut 650 Millionen Dollar gekauft. Dies war von Beobachtern als brillanter Coup gewertet worden. Doch seitdem sind die Werbeeinnahmen zurückgegangen, Konkurrenten wie Facebook und Twitter sind an MySpace vorbeigezogen. Der einstige Branchenprimus hat in den vergangenen vier Jahren immer mehr verloren. Weltweit liegt Facebook bereits weit vor MySpace, und auch in den USA dürfte es bald soweit sein.

"Wie jede Firma mit einer neuen Unternehmensführung, werden zur Zeit alle Geschäftsbereiche beleuchtet", sagte eine MySpace-Sprecherin. Es sei kein Geheimnis, dass man seine Produkte optimieren und das Unternehmen finanziell stärken wolle.

Vergangenen Monat war bereits Unternehmensmitgründer Chris DeWolfe zurückgetreten - Beobachter vermuten, dass dies nicht freiwillig geschehen sei.

Ein Vertrag mit Google  , von dem MySpace mit 300 Millionen Dollar profitiert, wird im kommenden Jahr auslaufen. Nach eigenen Angaben hat MySpace 220 Millionen Nutzer. Allerdings hat das Portal enorme Schwierigkeiten, die Reichweite in relevante Umsätze umzumünzen - und schrieb im vergangenen Quartal rote Zahlen.

kgp/Reuters

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