OPEC Ölfördermenge wird nicht erhöht
Wien - Über eine mögliche Senkung der Förderquoten werden die in der OPEC zusammengeschlossenen Erdöl exportierenden Länder im Januar entscheiden. Das erklärte der kuwaitische Ölminister, Scheich Saud Nasser el Sabah, zum Auftakt eines informellen OPEC-Treffens am Sonntag in Wien. Mit der Reduzierung der Ölproduktion will die OPEC dem für das Frühjahr erwarteten Nachfragerückgang entgegenwirken.
Angesichts hoher Rohölpreise haben die OPEC-Staaten unter massivem internationalen Druck ihre Fördermenge in diesem Jahr bereits vier Mal erhöht, zuletzt Ende Oktober um 500.000 Barrel täglich. Der Ölpreis schwankt seit Monaten um den höchsten Stand der vergangenen zehn Jahre. Zuletzt lag er zwischen 32 und 34 Dollar pro Barrel (159 Liter). Anfang 1999 hatte der Ölpreis noch bei unter zehn Dollar gelegen.
Die OPEC steht auf dem Standpunkt, dass Spekulanten für den hohen Ölpreis verantwortlich seien. Es werde genug Öl am Markt angeboten, um die Nachfrage zu befriedigen, heißt es. Deshalb befürchten einzelne OPEC-Mitglieder, dass der Ölpreis ab dem Frühjahr wieder stark fallen könnte, sollte die Spekulationsblase platzen. Das Ölkartell strebt offiziell einen durchschnittlichen Ölpreis zwischen 22 und 28 Dollar an. Die OPEC-Mitglieder produzieren mehr als 40 Prozent der weltweiten Rohölmenge.