Opec: Ölförderung könnte noch weiter angehoben werden - DER SPIEGEL
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Opec Ölförderung könnte noch weiter angehoben werden

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) hat eine weitere Fördermengenerhöhung in Aussicht gestellt. Die G7-Staaten wollen den Druck auf die Opec offenbar noch erhöhen, denn die Ölpreise sinken nicht.
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London - Der Preis für den Barrel Rohöl (159 Liter) pendelt auf den Weltmärkten nach wie vor um 33 bis 35 Dollar. Sollte sich der Preis im Oktober nicht in einer Handelsspanne von 22 bis 28 Dollar bewegen, sei die Opec bereit, noch mehr Öl zu fördern. Das sagte Opec-Generalsekretär Rilwanu Lukman der BBC. Zusätzlich könnten 500.000 Barrel täglich auf den Markt gebracht werden - unabhängig vom nächsten Treffen der Opec-Minister am 12. November.

Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte bei seinem Besuch in Spanien am Wochenende gesagt, die hohen Rohölpreise seien auch Thema auf dem Treffen der sieben führenden westlichen Industrieländer (G-7) in Prag am kommenden Wochenende. "Wir werden versuchen, Ansätze zu finden, wie die Ölförderung an die Bedürfnisse der Weltwirtschaft angeglichen werden könnte." Nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" betrachten die G-7 die augenblickliche Preislage auf dem Ölmarkt mit großer Sorge. Die Finanzminister der Gruppe würden versuchen, die Opec unter Druck setzen, damit der Preis fällt.

Um dem rasanten Anstieg der Ölpreise auf dem Weltmarkt zu begegnen, hat sich das Opec-Kartell bereits auf eine Erhöhung der täglichen Fördermengen ab Oktober um 800.000 Barrel verpflichtet. Nach Einschätzung von Energie-Experten hat die tägliche Fördermenge der Opec-Staaten derzeit mit 29 Millionen Barrel den höchsten Stand seit 20 Jahren erreicht. Lediglich Saudi-Arabien verfügt danach noch über Reservekapazität.