Opec: Ölförderung wird deutlich reduziert - DER SPIEGEL
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Opec Ölförderung wird deutlich reduziert

Trotz der Appelle aus den USA und Europa hat die Opec eine deutliche Reduzierung der Ölfördermenge beschlossen. Weitere Kürzungen könnten bereits im März folgen.
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Wien - Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) hat sich auf eine Reduzierung der Ölproduktion um 1,5 Millionen Barrel pro Tag geeinigt. Dies wurde zum Abschluss eines Treffens der elf Opec-Ölminister in Wien bekannt gegeben. Damit haben sich Opec-Staaten, die eine größere Kürzung forderten, nicht durchgesetzt.

Opec-Generalsekretär Ali Rodriguez stellte jedoch eine weitere Drosselung der Fördermenge für März in Aussicht. "Am 16. März haben wir eine neues Treffen und dort können wir eine weitere Reduzierung um eine Million Barrel beschließen", sagte Rodriguez nach den Opec-Beratungen einem venezolanischen Radiosender.

Die USA und die Europäische Union hatten sich mehrfach gegen eine Kürzung ausgesprochen, weil die daraufhin steigenden Energiepreise die sich ohnehin schon abkühlende Weltwirtschaft belasten könnte. Die EU-Kommission betrachtet die nun beschlossene Reduzierung nach den Worten eines Sprechers als voreilig und zu groß. Die Opec dagegen befürchtete bei ungebremster Förderung einen Preisverfall.

Durch die Kürzung sinkt die von Opec-Mitgliedern produzierte Ölmenge um mehr als fünf Prozent auf 25,2 Millionen Barrel täglich. Analysten hatten mit einer Reduzierung in dieser Höhe gerechnet. Ihrer Ansicht nach ist der Beschluss der Opec bereits an den Ölmärkten eingeplant. Er werde deshalb vermutlich nicht zu starken Preissteigerungen führen. Auch mit steigenden Benzinpreisen an deutschen Tankstellen sei nicht zu rechnen.

Die Entscheidung der Opec tritt nach den Angaben von Kuwaits Ölminister Scheich Saud Nasser al-Sabah am 1. Februar in Kraft. Die elf Opec-Staaten steuern etwa 40 Prozent zum weltweiten Rohölangebot bei und haben daher einen großen Einfluss auf die Ölpreise.