Opel: BMW-Mann könnte Hendry ersetzen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Opel BMW-Mann könnte Hendry ersetzen

Opel-Chef Bob Hendry soll angeblich von dem ehemaligen BMW-Produktionschef Carl-Peter Forster abgelöst werden. Auch Mutterkonzern General Motors habe den Wechsel bereits abgesegnet, heißt es.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Rüsselsheim - Die beiden Autokonzerne BMW und Opel haben am Freitag Kommentare zur angeblich vereinbarten Ablösung von Opel-Chef Bob Hendry abgelehnt.

Die "Süddeutsche Zeitung" hatte zuvor berichtet, der ehemalige BMW-Produktionschef Carl-Peter Forster solle Nachfolger von Hendry werden. Ein Opel-Sprecher sagte auf Anfrage, in der Hinsicht gebe es nichts mitzuteilen.

Der Konzern habe bereits in der vergangenen Woche Spekulationen um eine angebliche Auswechslung Hendrys nicht kommentiert und habe dem nichts hinzuzufügen. Ein BMW-Sprecher sagte: "Zu bestehenden Verträgen zwischen BMW und Vorständen nehmen wir grundsätzlich keine Stellung".

Dem Zeitungsbericht zufolge sei der 46-jährige Forster mit General Motors einig geworden, den Chefposten bei der Rüsselsheimer Adam Opel AG zu übernehmen. Er könne das Amt jedoch nicht sofort antreten, weil BMW nicht bereit sei, ihm den Start bei Opel vor dem nächsten Frühjahr zu genehmigen.

Forster gehört zu den drei ehemaligen BMW-Vorständen, die ihren Posten nach einem Konflikt mit BMW-Chef Joachim Milberg im Frühjahr verloren.

Noch in der vergangenen Woche hatte Opel in Reaktion auf einen vergleichbaren Magazin-Bericht mitgeteilt, an Robert Hendry als Opel-Chef festzuhalten. Der Präsident der europäischen Vertretung der Opel-Mutter General Motors (GM), Michael Burns, erklärte in der Opel-Mitteilung, GM baue darauf, dass Hendry seinen Vertrag als Vorstandschef bei Opel weiter erfülle.

Allerdings befinde sich der Konzern "routinegemäß und fortlaufend" im Gespräch mit Führungspersönlichkeiten, um eine "solide und gründliche Regelung der Nachfolge für alle Schlüsselpositionen" zu gewährleisten.