Opel Hendry vor dem Rauswurf
Düsseldorf - Nach Angaben der "Wirtschaftswoche" läuft die Suche nach einem Nachfolger bereits auf Hochtouren. Als "heißester" Anwärter wird der ehemalige BMW-Produktionsvorstand Carl-Peter Forster genannt. Er habe Gespräche mit General Motors bestätigt.
Vor gut eineinhalb Jahren ist der Amerikaner Hendry bei Opel angetreten, um den Niedergang von Marktanteil und Betriebsergebnis bei der deutschen Tochter von General Motors zu wenden. Mitte Juli musste Hendry jedoch zugeben, dass er diesem Ziel noch nicht näher gekommen ist.
In der deutschen Belegschaft fehlt Hendry der Rückhalt. Er spricht kein Deutsch und gilt bei den Mitarbeitern als verlängerter Arm des Mutterhauses General Motors. Immer wieder kam es in den Opel-Werken zu Streiks, weil dort massive Arbeitsplatzverluste befüchtet wurden. Insbesondere die geplante Zusammenarbeit mit Fiat gilt unter den Beschäftigten als "Vorwand zur Vernichtung von Jobs".
Hendry machte sich auch bei den anderen Opel-Führungskräften unbeliebt, indem er fast die gesamte alte Opel-Garde verabschiedete. Erst stand Vertriebschef Christian Grupe auf der Abschussliste, dann folgten Qualitätsvorstand Manfred Wolf und Servicechef Klaus Bapp. Im Mai warf der langjährige Kommunikationsvorstand Horst Borghs das Handtuch.