Opel: Nur noch 900 freiwillige Aussteiger fehlen - DER SPIEGEL
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Opel Nur noch 900 freiwillige Aussteiger fehlen

Die Gespräche mit den Mitarbeitern von Opel in den vergangenen Wochen sind offensichtlich ganz im Sinne von General Motors verlaufen. Nach Angaben des Betriebsrates wollen insgesamt 5600 Mitarbeiter die angebotene Abfindung annehmen.
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Rüsselsheim - Diese Beschäftigten hätten schriftlich ihre Bereitschaft dazu erklärt, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz heute auf einer Betriebsversammlung in Rüsselsheim, auf der er die Beschäftigten über den Stand der Sanierung informierte.

Die entsprechenden Verträge würden in den nächsten Tagen ausgearbeitet, deshalb werde die Frist vom 31. Januar bis zum 25. Februar verlängert. Franz zeigte sich mit der Resonanz zufrieden.

Nach den Plänen sollen 6500 Mitarbeiter der General-Motors-Tochter mit Abfindungen ausscheiden. Wenn sich zu wenige Mitarbeiter melden, muss eine Einigungsstelle unter einem Arbeitsrichter eine Lösung finden. Es werden nicht automatisch Kündigungen ausgesprochen. Bis Mitte Januar hatten sich bereits 5000 Mitarbeiter über die Bedingungen eines vorzeitigen Ausscheidens informiert.

In Rüsselsheim haben nach Worten des Ersten Bevollmächtigten der IG Metall Darmstadt, Günter Lorenz, bis Wochenanfang 1300 Opel-Mitarbeiter eine Willenserklärung unterschrieben. "Das Abfindungsangebot ist äußerst attraktiv, teilweise wird das Siebenfache des Normalen gezahlt", sagte Lorenz. Ein 50 Jahre alter Mitarbeiter, der seit 30 Jahren bei Opel beschäftigt ist und 3600 Euro verdient, erhält eine Abfindung von 216.000 Euro vor Steuern.

"Jetzt geht es in die entscheidende Phase", sagte Lorenz. Es werde trotz der Fristverlängerung keine Nachteile für ältere Mitarbeiter über 45 Jahre geben. Normalerweise würden sie bei einem Wechsel nach dem 28. Januar nicht mehr zwei Jahre, sondern nur noch ein Jahr Arbeitslosengeld erhalten. "Ihre Verträge werden jetzt vorgezogen", kündigte Franz an.

Am Standort Bochum sind nach Angaben des Betriebsratsvorsitzenden Rainer Einenkel bislang 600 Verträge unterschrieben worden. Viele Beschäftigte wollen auch noch die Erklärungen zur Lage von Euro-Vizechef Carl-Peter Forster abwarten, der kommenden Freitag auf einer Belegschaftsversammlung in Bochum erwartet wird.

Der Opel-Mutterkonzern General Motors will mit einem drastischen Sparprogramm und Stellenstreichungen Opel wieder in die schwarzen Zahlen bringen. Im Jahr 2004 hatte die Automarke mit dem Blitz nach Medienberichten einen operativen Verlust von bis zu 600 Millionen Euro verbucht.