Opel Sanierung in Gefahr?
Rüsselsheim - Das Sanierungskonzept soll Opel beziehungsweise General Motors Europa nach den Milliardenverlusten im vergangenen Geschäftsjahr wieder in die Gewinnzone führen. Das Maßnahmenpaket, das eine Reduzierung der Produktionskapazitäten um 15 Prozent vorsieht, war eigentlich schon für Ende September geplant gewesen. Bisher konnten sich Management und Arbeitnehmervertreter jedoch nur auf das Olympia-Rahmenkonzept einigen, die Details des Plans sind weiter offen.
Der Betriebsrat von Opel hält die Informationen zu Kapazitätsabbau und Kostensenkungen, die der Vorstand den Arbeitnehmern zur Verfügung gestellt hat, für nicht ausreichend. "Wir brauchen ein Gesamtbild und mehr Details, um auf nationaler Ebene über die konkreten Schritte weiter verhandeln zu können."
Die Verhandlungen wurden auf unbestimmte Zeit vertagt. Ein Opel-Sprecher sagte, er gehe von einem neuen Termin in zwei bis drei Wochen aus. Vor der Wiederaufnahme der Gespräche will der Betriebsrat zunächst einen detaillierten Fragenkatalog an das Opel-Management richten. Dabei geht es vor allem um den Beitrag, den die Montagewerke in Bochum und Antwerpen bei den erforderlichen Einsparungen leisten sollen.