Opel-Sparprogramm: Kugelschreiber werden kostbar - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Opel-Sparprogramm Kugelschreiber werden kostbar

Der harte Sparkurs bei der Opel AG treibt seltsame Blüten. Neuerdings wird bei dem Rüsselsheimer Autobauer kein Büromaterial mehr bestellt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Harte Sparmaßnahmen bei Opel: Der Finanzvorstand des Rüsselsheimer Automobilbauers ordnete am 13. November Einschnitte beim Büromaterial an. "Wegen der derzeitigen angespannten Geschäftslage wird ab sofort die Beschaffung von allgemeinen Büromaterialien bis auf Weiteres eingestellt“, zitiert das Anlegermagazin "Die Telebörse" ein internes Opel-Papier.

Nicht betroffen von dieser Anordnung seien „dringend benötigte technische Verbrauchsmaterialien für Drucker und EDV-Systeme.“ Eine Unternehmenssprecherin sagte der "Telebörse", eine „Unterversorgung mit Büromaterial“ sei nicht zu befürchten.

Rüdiger Assion, Direktor Kommunikation bei Opel, sagte SPIEGEL ONLINE, man schätze das Einsparpotenzial bei Büroutensilien als relativ gering ein. "Hier geht es mehr um den psychologischen Effekt." Man wolle den Mitarbeitern die Notwendigkeit des Sparens vermitteln und ein "entsprechendes Bewusstsein erzeugen."

Carl-Peter Forster, der Vorstandsvorsitzende des 100-prozentigen Tochterunternehmens von General Motors  , hatte erst vor wenigen Tagen angedeutet, dass Opel auch im Jahr 2002 ein negatives Betriebsergebnis ausweisen werde. Im vergangenen Jahr belief sich der Betriebsverlust auf 982 Millionen Mark.