Opel: Trotz Umsatzrekord wieder Verluste eingefahren - DER SPIEGEL
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Opel Trotz Umsatzrekord wieder Verluste eingefahren

Die Adam Opel AG hat auch 1999 rote Zahlen geschrieben. Trotz eines Umsatzrekords von 32 Milliarden Mark, habe es Verluste von 50 bis 100 Millionen Mark gegeben, bestätigte Opel-Chef Robert Hendry.
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Frankfurt/Main - Trotz des erneuten Jahresfehlbetrags rechnet Hendry damit, dass der Autohersteller im laufenden Geschäftsjahr wieder in die Gewinnzone einfährt. "Auch im Jahr 2001 werden wir profitabel sein". Das Resultat von 1999 sei zwar noch nicht befriedigend, doch es sei auch keine so "hoffnungslose, tiefrote Bilanz", wie zuletzt spekuliert worden sei.

Für das Jahr 1998 hatte die deutsche Tochter des US-Konzerns General Motors (GM) bislang nur von einem deutlichen operativen Verlust gesprochen, diesen aber wegen der darin nicht enthaltenen Gewinne des Opel-Werks in Eisenach und der Motorentochter Saginaw in Kaiserslautern nicht beziffert. "Das war ein Fehler", sagte Hendry. Denn später sei in den Medien von einem operativen Verlust von rund 800 Millionen Mark berichtet worden. Damit sei der Eindruck erweckt worden, "dass sich die Adam Opel AG in einer horrenden und hoffnungslosen Verlustsituation befindet". 1998 musste Opel nach Hendrys Darstellung einen operativen Verlust von 344 Millionen Mark wegstecken.

Opel habe in den vergangenen Jahren viel Kapital in Modelle und technische Innovationen investiert. Die Früchte dieser Arbeit sollen nun geerntet werden. Auch eine leicht abflauende Autokonjunktur werde den eingeschlagenen positiven Ertragstrend bei Opel nicht bremsen, betonte der amerikanische Vorstandsvorsitzende von Opel.

Die geplante Kooperation zwischen GM und der Autosparte von Fiat werde für Opel und Fiat Vorteile bringen, sagte Hendry. "Ich denke aus Opel-Sicht sehr positiv darüber." So verfüge Fiat über eine sehr gute Technologie für Dieselmotoren, und Opel habe die entsprechenden Benzinmotoren. Einspareffekte würden im Rahmen der Kooperation aber wohl vor allem im Einkauf erzielt. Schon vor einigen Wochen hatte Hendry erklärt, im Rahmen der Kooperation sei derzeit nicht geplant, gemeinsame Plattformen für Fahrzeuge zu entwickeln. Im Rahmen der Allianz übernimmt Branchenprimus GM ein Fünftel der Anteile an Fiat Auto, Fiat erhält 5,1 Prozent der GM-Anteile.