Opel-Verhandlungen: "Es geht noch um das Feintuning" - DER SPIEGEL
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Opel-Verhandlungen "Es geht noch um das Feintuning"

Die Gespräche über die Zukunft der westdeutschen Standorte des Autobauers Opel stehen laut einem Pressebericht kurz vor dem Durchbruch. Demnach nimmt die Belegschaft harte Einschnitte hin. Im Gegenzug will der Konzern die erhoffte Standortgarantie geben.
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Düsseldorf - "Wir sind ein großes Stück vorangekommen. Nun geht es noch um das Feintuning", sagten Verhandlungskreise dem "Handelsblatt". Eckpunkte einer Einigung sollen der vollständige oder teilweise Verzicht auf Tariferhöhungen bis 2008, eine Kürzung der Jahresgratifikation auf 70 Prozent und flexiblere Arbeitsprozesse sein.

Auf Erholzeiten werden die Opel-Mitarbeiter künftig wohl ebenfalls verzichten müssen. Zudem sollen pro Jahr bis zu zwölf Sonderschichten ohne Überstundenzuschläge gefahren werden, um die von der Unternehmensführung geforderten Sparpotenziale zu erzielen.

Im Gegenzug wolle die Opel-Mutter General Motors (GM)   Standortgarantien anbieten. Diese gingen der Arbeitnehmerseite aber anscheinend noch nicht weit genug, hieß es.

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Besonders die Mitarbeiter am Standort Rüsselsheim könnten aufatmen. Denn nach den bislang erzielten Verhandlungsschritten werde auch die kommende Generation der Mittelklasse-Modelle in dem Werk produziert. GM hatte Ende 2004 ankündigt, die nächsten Mittelklasse-Modelle von Saab und Opel künftig nur noch an einem europäischen Standort zu fertigen.

Oberklassenmodell ist kein Thema mehr

Der Opel Insignia als Nachfolger des Omega wird nicht gebaut. "Das Konzept ist nicht machbar", sagte Opel-Chef Hans Demant dem Fachblatt "Automobilwoche". Das Unternehmen hatte mit der Insignia-Studie auf der IAA 2003 viel Aufsehen erregt. Nun stehen offenbar andere Konzepte zur Diskussion. Es sei allerdings unwahrscheinlich, so Demant weiter, dass noch in diesem Jahr über einen Omega-Nachfolger in der oberen Mittelklasse entschieden werde.

Dagegen soll die Vectra-Baureihe um ein Crossover-Modell aus Kombi und Van erweitert werden. Das Fahrzeug werde ab 2008/2009 auf der Mittelklasse-Plattform Epsilon II gebaut, berichtet die Zeitschrift unter Berufung auf einen GM-Manager. Das Modell sei vergleichbar mit der neuen R-Klasse von Mercedes-Benz, die Ende dieses Jahres auf den Markt kommt.