Opel-Verkauf: General Motors spielt auf Zeit - DER SPIEGEL
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Opel-Verkauf General Motors spielt auf Zeit

Die Verhandlungen für einen Opel-Verkauf laufen auf Hochtouren - eine rasche Entscheidung ist dennoch nicht in Sicht: Die Opel-Mutter GM will sich nun offenbar mehr Zeit lassen. Eine Lösung zu finden, sei "kompliziert".
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Detroit - Die heiße Phase des Opel-Verkaufs hat begonnen: Der Verwaltungsrat des US-Autobauers General Motors (GM) berät seit Montagabend über die Zukunft des deutschen Autobauers. Doch die Opel-Mutter GM hat die Erwartungen an eine rasche Entscheidung über den Verkauf des Rüsselsheimer Unternehmens bereits im Vorfeld der Gespräche gedämpft. Die Frage, welcher Bieter den Zuschlag für Opel bekommen soll, sei "kompliziert", sagte GM-Sprecher Tony Wilkinson. "Es ist noch viel Arbeit zu erledigen, um die bestmögliche Lösung zu erzielen." Wilkinson wollte nicht sagen, ob bereits in dieser Woche mit einer Entscheidung zu rechnen sei.

Der Verwaltungsrat von GM berät seit Montagabend in Detroit über die Angebote für den angeschlagenen Autohersteller, wie aus Unternehmenskreisen in Deutschland verlautete. Am Dienstag sollen die Gespräche fortgeführt werden. Dabei läuft es auf eine Entscheidung zwischen dem kanadisch-österreichischen Autozulieferer Magna International   und dem belgischen Finanzinvestor RHJ International hinaus.

Am Dienstag ist in Berlin auch ein weiteres Gespräch zwischen GM, Bund und Ländern sowie den beiden Bietern für Opel im Wirtschaftsministerium in Berlin geplant. Die Gespräche seien weit vorangekommen, es gebe ermutigende Signale, sagte ein Regierungssprecher am Montag. Deutschland hat einen Bürgschaftsrahmen von bis zu 4,5 Milliarden Euro für Opel in Aussicht gestellt.

GM hat bislang RHJ International als Käufer für Opel bevorzugt, will aber auch weiter mit Magna verhandeln. Mehrere deutsche Politiker bekräftigten am Wochenende, sie würden nur Magna als Opel-Eigner akzeptieren. Sie befürchten, GM könnte Opel an einen Investor verkaufen, der massiv Arbeitsplätze abbaut und dann das Unternehmen an GM zurückgibt. GM-Vizechef John Smith hatte in der vergangenen Woche die Hoffnung geäußert, bis Ende September eine Vereinbarung mit einem der Bieter abzuschließen.

yes/AFP