Opel Werk Kaiserslautern droht Zerschlagung
Es sei zwar das vorrangige Ziel des Unternehmens, das Werk mit nur einem externen Partner zu betreiben, sagte Opel-Chef Hans Demant der "Automobilwoche". "Wir prüfen aber auch eine Aufteilung in eine Kunststoff-, eine Presswerk- und eine Achsen-GmbH, statt das Werk in eine einzige Komponenten-GmbH auszugliedern", ergänzte Demant.
Unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtete das Blatt am Samstag vorab aus seiner neuen Ausgabe, Opel habe vor einigen Wochen 30 Zulieferer angeschrieben und zu Verhandlungen eingeladen. Große Zulieferer aus China, Südkorea und den USA hätten bereits Interesse signalisiert und das Werk besichtigt, in dem Press- und Kunststoffteile, Karosserie-, Blech- und Aluminiumkomponenten sowie Achsen produziert werden.
Opel will den Standort spätestens bis 2006 ausgliedern. Um das Werk zu sichern und für Investoren attraktiver zu machen, soll es zuvor aber noch modernisiert werden. "Bis 2008 wird die Adam Opel AG rund 100 Millionen Euro investieren", sagte der Betriebsratschef des Werks, Alfred Klingel, dem Blatt. Durch verschiedene Aufträge seien "bis 2008 mindestens 1100 der 2500 Arbeitsplätze" gesichert. Zudem soll der Mutterkonzern General Motors Hauptauftraggeber des Werks bleiben.
Bereits vor drei Jahren hatte Opel im Rahmen des Sanierungsprogramms Olympia versucht, das Werk zu verkaufen. Die Verhandlungen mit Magna und ThyssenKrupp scheiterten aber vor allem an den Lohnkosten in Kaiserslautern, die damals 20 Prozent über Tarif lagen.