Optionen
sind Termingeschäfte, der Erfüllungszeitpunkt solcher Geschäfte liegt in der Zukunft.
Die klassischen Optionsscheine sind Bezugsrechte für Aktien, die von Firmen selbst an die Börse gebracht wurden. Sie sind immer mit Anleihen oder Genußscheinen kombiniert. Die Scheine werden, losgelöst von der Anleihe, an der Börse gehandelt.
Daneben läuft das Geschäft mit Zukunftswerten noch an der Deutschen Terminbörse (DTB). Bei der DTB gibt es Calls und Puts auf einige wenige Standardwerte wie etwa VW und Siemens sowie auf Indices wie den Dax, den Deutschen Aktienindex.
Bei allen Arten von Optionen bezeichnet der Basispreis den Preis, zu dem zum Zeitpunkt X abgerechnet wird. Das Aufgeld ist die Differenz zwischen dem aktuellen Kurs des Wertpapiers und der Summe aus Basispreis und dem für die Option zu zahlenden Preis.
Der »innere Wert« einer Call-Option ist die positive Differenz zwischen einem höheren aktuellen Kurs und einem niedrigeren Basispreis. Die Option ist in diesem Fall »im Geld«. Ist die Differenz negativ, hat die Option keinen inneren Wert und ist »aus dem Geld« - unerfreulich für den Anleger.
Der Zeitwert ist eine vage Angelegenheit. In der Regel ist eine Option, die noch Monate oder Jahre läuft, wertvoller als eine, die kurz vor dem Abrechnungstermin steht. Ist die Option jedoch weit aus dem Geld, dann sackt auch der Zeitwert auf ein paar Groschen ab.
Der Hebel einer Option gibt an, um wieviel schneller der Optionsschein steigt, wenn der zugrunde gelegte Wert, also etwa eine Anleihe, im Kurs nach oben geht.
Banker empfehlen, nur solche Optionen zu kaufen, die »im« oder »am Geld« (Basispreis und Kaufkurs liegen beieinander) sind. Außerdem müssen Anleger insbesondere bei den häufig angebotenen Dollaroptionen die Angebote vorher durchrechnen. Bei billigen Dollar-Calls liegt das Aufgeld unter zwei, bei teuren Angeboten kann es deutlich über zehn Prozent liegen.