Oracle: Gewinnsprung durch Internet-Strategie - DER SPIEGEL
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Oracle Gewinnsprung durch Internet-Strategie

Der Softwarehersteller Oracle konnte seinen Gewinn weltweit um 61 Prozent steigern. Seinen Erfolg führt das Unternehmen vor allem auf die Ausrichtung der Programme am Internet zurück.
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München - 2,1 Milliarden Dollar hat Oracle im Geschäftsjahr 199/2000 verdient. Der weltweite Umsatz kletterte um 14,8 Prozent auf 10,1 Milliarden Dollar. Die Strategie, alle Software-Programme am Internet zu orientieren, sei voll aufgegangen, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Oracle Deutschland GmbH, Wolfgang Jaeger in München: "In einer rasant steigenden Zahl von Unternehmen werden interne und externe Prozesse durch Internet-Software gesteuert."

Als Grund für den Gewinnsprung nannte das Unternehmen neben dem starkem Wachstum ein radikales internes Einsparprogramm. Vor allem durch den Einsatz der eigenen Internet-Software in allen Bereichen sei es Oracle gelungen, im abgelaufenen Geschäftsjahr über eine Milliarde Dollar einzusparen.

In Deutschland sei der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um 16 Prozent auf 930 Millionen DM gestiegen, berichtete Jaeger. Damit sei die Prognose eines Umsatzes von über einer Milliarde Mark nicht erreicht worden.

Als "kritisch" bezeichnete Jaeger den aktuellen Mangel an geeigneten Informatikern in Deutschland. "Der Markt ist wie leergefegt, derzeit versucht fast jedes Unternehmen, woanders Informatiker abzuwerben", sagte er. So habe bei Oracle in Deutschland im vergangenen Geschäftsjahr die Mitarbeiterfluktuation bei 13 Prozent gelegen. Das Unternehmen kündigte aber an, trotz der schwierigen Lage in Deutschland jährlich 50 bis 60 neue Mitarbeiter einzustellen.

Das 1977 gegründete zweitgrößte Softwareunternehmen der Welt hatte zuletzt etwa 41.000 Beschäftigte weltweit und ist in 145 Ländern vertreten. Die Oracle Deutschland GmbH hat derzeit rund 1900 Mitarbeiter.