Ostalgie Coca-Cola möchte Vita-Cola kaufen
Frankfurt am Main - Coca-Cola sei am Kauf der Ost-Marke interessiert, berichtet das "Handelsblatt". In Branchenkreisen würden die Amerikaner auch als Favorit für eine Übernahme gelten.
Vita-Cola war ursprünglich eine Art Antwort der DDR auf die kapitalistische Koffein-Plörre. 1957 kreiert, nannte sich das Ostgetränk zunächst "Brauselimonade mit Frucht- und Kräutergeschmack". Das Getränk wird heute mit dem Slogan "Das kickt" beworben und als Ostalgie-Kultmarke angespriesen. In den neuen Ländern und Berlin ist die Cola nach Unternehmensangaben "überall erhältlich". Im Westen gibt es aber selbst in Großstädten wie München oder Hamburg keine Vertriebspartner.
Wachstum mit Alkohol
Die Oetker-Tochter RB Brauholding will außerdem ihre Ableger Berliner Brau und Brunnen Mineralquellen verkaufen. Auch die Tochter Sinziger Mineralbrunnen solle abgestoßen werden, schreibt das "Handelsblatt" weiter. Dies habe der Chef der Holding, Ulrich Kallmeyer, der Zeitung bestätigt.
Die Mineralwasser-Marke Selters solle dagegen im Konzern bleiben, weil sie als Premiummarke in der Gastronomie gelte. Mit den zur Disposition stehenden Geschäften habe Oetker 114 Millionen Euro umgesetzt. Der Konzern insgesamt setzte 2004 aber 6,4 Milliarden Euro um. Im Bereich alkoholischer Getränke will Oetker weiter wachsen.