Outsourcing-Profiteur Indische Infosys schafft Milliardenumsatz
Bangalore - Der Umsatz im Geschäftsjahr 2003/2004 stieg von 754 Millionen auf 1,06 Milliarden Dollar. Der Reingewinn lag bei 270 Millionen Dollar nach 195 Millionen im Vorjahr. Vor allem in Ländern außerhalb der USA sei der Umsatz gesteigert worden, sagte Geschäftsführer Nandan Nilekani. Der Software-Export nach Australien, Großbritannien und Japan legte um mehr als 25 Prozent zu.
Infosys hatte 1999 als erstes indisches Unternehmen die Zulassung an einer US-Börse erhalten und ist bis heute im Technologie-Index Nasdaq vertreten. Durch günstige Lohnkosten und hohe Qualität konnte das 1981 gegründete Unternehmen wie viele andere indische IT-Dienstleister von Aufträgen aus dem Ausland, vor allem aus den USA profitieren. Deutsche Kunden von Infosys sind Firmen wie Adidas-Salomon, DaimlerChrysler und Porsche.
Zwar bleiben die USA der größte Markt für Infosys, so Nilekani, der Anteil am Gesamtumsatz sank aber von 71,7 Prozent auf 65,5 Prozent. Der zweitgrößte Softwarekonzern Indiens wolle seine Abhängigkeit von einem Markt verringern und sich auch auf Europa und den asiatischen Raum konzentrieren. So will die Firma ihre Produkte zunehmend auch in China vermarkten. Wie Nilekani bekannt gab, will Infosys fünf Millionen Dollar in China investieren und mehr als 200 Software-Entwickler in dem Land einstellen.
In den USA will Infosys mit ihrer Tochterfirma Infosys Consulting in den Markt der IT-Unternehmensberatung einsteigen. In Texas sollen in den kommenden drei Jahren 500 Mitarbeiter eingestellt werden, 4000 Mitarbeiter beschäftigt Infosys in den USA schon jetzt. Damit soll auch der andauernden Diskussion über Outsourcing nach Indien begegnet werden.