Ozonkiller wird importiert - DER SPIEGEL
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Umweltschutz Ozonkiller wird importiert

• aus DER SPIEGEL 14/1994
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Chemiefirmen wie Hoechst und Solvay fühlen sich von Bundesumweltminister Klaus Töpfer (CDU) verraten. Sie hatten - auf Töpfers Druck - einen früheren FCKW-Ausstieg akzeptiert und viel Geld in die Entwicklung von ozonfreundlichen Ersatzstoffen investiert. Nun müssen sie feststellen, daß Kühlgaslieferanten wie Tega und Gerling sowie Laborlieferanten wie Fluka und Merck wieder den Ozonkiller FCKW einsetzen wollen, diesmal aus Drittländern importiert. Töpfer hatte angekündigt, daß schon Mitte 1994 alle deutschen Chemiefirmen auf FCKW verzichten. Doch als die Kommission der Europäischen Union im Februar die legalen Importmengen von FCKW in europäische Länder drastisch erhöhte und damit den FCKW-Ausstieg durchkreuzte, stimmten die Deutschen zu. Der Markt für FCKW-Ersatzstoffe sei kaputt, klagen nun Chemiemanager. »Glaubwürdigkeit und Verläßlichkeit« der deutschen Umweltpolitik, so die Firma Solvay, seien zerstört.

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