Panasonic: Elektronikkonzern streicht 15.000 Stellen - DER SPIEGEL
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Panasonic Elektronikkonzern streicht 15.000 Stellen

Die weltweite Wirtschaftskrise erfasst Japan mit voller Wucht. Der Elektronikkonzern Panasonic will nach Milliardenverlusten 15.000 Arbeitsplätze streichen, 27 Fertigungsstätten werden geschlossen.
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Tokio - Insgesamt streicht Panasonic rund fünf Prozent seiner Arbeitsplätze weltweit. Gleichzeitig sollen 27 Produktionsstandorte geschlossen werden, erklärte der Konzern. Von den geplanten Werksschließungen sind 13 japanische und 14 ausländische Standorte betroffen.

Panasonic ist im zurückliegenden Quartal tief in die roten Zahlen gerutscht und rechnet im Gesamtjahr mit dem ersten Verlust seit sechs Jahren. Das Unternehmen ist der weltgrößte Plasma-TV-Hersteller. Es erwartet in dem Ende März endenden Geschäftsjahr ein Minus von 380 Milliarden Yen (3,25 Milliarden Euro).

"Die Umsätze sind im dritten Quartal in allen Geschäftsbereichen zurückgegangen. Im laufenden Quartal gehen wir von noch stärkeren Rückgängen aus, die Ergebnisse werden wahrscheinlich in allen Bereichen sinken", sagte Panasonic-Direktor Makoto Uenoyama. Allein im dritten Geschäftsquartal fiel der Umsatz um 20 Prozent.

Das Unternehmen leidet unter einer schwachen Nachfrage, dem starken Yen sowie dem Preisverfall bei vielen Produkten. Aus diesen Gründen haben sich auch Panasonics Rivalen Hitachi   und Sony   auf Milliardenverluste im laufenden Geschäftsjahr eingestellt. Laut einem Zeitungsbericht rechnet auch Sharp   mit einem Minus.

Der starke Yen setzt Panasonic noch stärker unter Druck als andere japanische Elektronikkonzerne, weil der koreanische Hauptkonkurrent Samsung Electronics gleichzeitig von der schwächeren südkoreanischen Landeswährung Won profitiert. Der von Panasonic erwartete Verlust fällt sogar noch etwas höher aus als zuvor in der japanischen Finanzpresse berichtet. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte das Unternehmen noch einen Überschuss von knapp 282 Milliarden Yen erzielt.

wal/Reuters/dpa