Partnerschaft Iran liefert Öl an Weißrussland
Minsk - Bei einem Treffen in der weißrussischen Hauptstadt Minsk schlossen Präsident Alexander Lukaschenko und sein iranischer Amtskollege Mahmud Ahmadinedschad heute ein Abkommen, dass der Regierung in Minsk Öl aus dem südiranischen Dschofeir garantieren soll. Über Beginn und Umfang der Lieferungen machte Lukaschenko auf einer gemeinsamen Pressekonferenz jedoch keine Angaben. Russland hatte zu Jahresbeginn den Preis für sein Gas an die ehemalige Sowjet-Republik verdoppelt und auch seinen Vorzugspreis beim Öl abgeschafft.
Ahmadinedschad erklärte, beide Staaten seien bei vielen außenpolitischen Fragen einer Meinung. "Wir sind gegen eine unipolare Weltordnung", sagte der iranische Präsident, der im Nahen Osten eine regionale Führungsrolle anstrebt. Für diese "strategische Partnerschaft" gebe es ein "riesiges Potential für weitere Kooperationen". Im November hatte Lukaschenko dem Iran einen Staatsbesuch abgestattet. Damals hatte Ahmadinedschad ihn als "mutigen und mächtigen Führer im Kampf gegen die US-Politik" gepriesen.
"Bestimmte Länder" dürften ihre Ansichten anderen Staaten nicht aufzwingen, fügte Ahmadinedschad heute hinzu, ohne die USA konkret zu nennen. Der Iran wird vom Westen verdächtigt, unter dem Deckmantel seines Atomprogramms an Nuklearwaffen zu arbeiten. Die Regierung in Teheran weist die Vorwürfe zurück, sieht sich wegen seines umstrittenen Atomprogramms jedoch mit Uno-Sanktionen konfrontiert
sam/Reuters/AP