Passagierzahlen Lufthansa rechnet mit längerer Durststrecke
Frankfurt am Main - Gedämpfter Optimismus: Mangels Anzeichen einer kurzfristigen Nachfrageerholung sei auch für das Gesamtjahr ein Umsatzrückgang zu erwarten, teilte die Lufthansa am Mittwoch mit. Deshalb sei ein signifikanter Rückgang des operativen Ergebnisses zu erwarten. "Der Vorstand geht jedoch weiterhin davon aus, auch in diesem Umfeld ein deutlich positives operatives Ergebnis erzielen zu können".
Der Umsatz verringerte sich von 5,6 auf 5,0 Milliarden. Operativ erwirtschaftete die Airline ein Minus von 44 Millionen Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres stand noch ein Gewinn von 172 Millionen Euro in den Büchern. Zuletzt hatte die Lufthansa im ersten Vierteljahr 2006 einen Quartalsverlust von 98 Millionen Euro verbucht.
Das operative Ergebnis sei von der schwachen Nachfrage nach Passagier- und Frachtflügen, aber auch vom gesunkenen Treibstoffpreis sowie Einmaleffekte geprägt, heißt es in der Mitteilung der Lufthansa.
Erst kürzlich hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass die Zahl der Passagiere im ersten Quartal um 7 Prozent auf 12,1 Millionen gesunken sei. Am stärksten fiel der Rückgang mit minus 7,8 Prozent auf den Strecken von und nach Amerika aus. Mit Lufthansa und ihrer Tochter Swiss flogen in den ersten drei Monaten 15 Millionen Fluggäste, ein Minus von 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Noch stärker verringerte sich das Luftfrachtaufkommen. Lufthansa Cargo beförderte nur noch 328.000 Tonnen Fracht und Post, das sind 23,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Details zum ersten Quartal am Donnerstag bei einer Telefonkonferenz erläutern.
Angesichts der schwachen Nachfrage hatte die Lufthansa bereits ihr Flugangebot reduziert, in einigen Teilen des Konzerns gibt es zudem Kurzarbeit.