Pay-TV: Premiere plant baldigen Börsengang - DER SPIEGEL
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Pay-TV Premiere plant baldigen Börsengang

Der Pay-TV-Sender Premiere will angeblich noch im ersten Halbjahr an die Börse gehen. Die Planungen liefen derzeit auf einen Starttermin spätestens Anfang Mai hinaus, so ein Zeitungsbericht.
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Berlin - Der Börsengang solle von einem Bankenkonsortium unter Führung von Morgan Stanley und HypoVereinsbank organisiert werden, berichtet die "Welt" (Mittwochausgabe) unter Berufung auf Finanzkreise. Dem Vernehmen nach wollten die Gesellschafter in den nächsten Tagen zusammentreffen, um den genauen Zeitplan festzulegen.

Premiere kommentierte den Bericht nicht. Sender-Chef Georg Kofler hatte Anfang der Woche gesagt, er wolle auf jeden Fall an dem für 2005 geplanten Börsengang festhalten. Gestützt würden die Pläne von der guten Geschäftsentwicklung, so Kofler. Die Zahl der Premiere-Abonnenten hatte sich im vergangenen Jahr um den Rekordwert von 340.000 Neukunden auf 3,25 Millionen erhöht.

Die Investmentgesellschaft Permira als Mehrheitsaktionär von Premiere hatte sich zuletzt zurückhaltend zum Zeitpunkt eines Börsengangs geäußert. Dies sei 2005 nicht unbedingt notwendig, wurde Deutschland-Chef Thomas Krenz zitiert.

Der Pay-TV-Sender hat nach eigenen Angaben von voriger Woche seine Neukunden-Ziele 2004 um 50.000 übertroffen. Im vierten Quartal sei mit rund 236.700 Abonnenten der bislang größte Dreimonatszuwachs in der Unternehmensgeschichte erzielt worden. Premiere-Kunden sehen laut Kofler im Jahresdurchschnitt täglich 217 Minuten fern. Der Schnitt aller Fernsehzuschauer in Deutschland liegt bei 210 Minuten am Tag.