PC-Flop Gateway schließt all seine Geschäfte
San Francisco - Noch betreibt Gateway in den USA 188 eigene Läden, in denen das Unternehmen aus Poway, Kalifornien, seine Rechner, Bildschirme, Digitalkameras und andere Elektro-Geräte verkauft. Damit ist bald Schluss: Noch in diesem Monat sollen sämtliche Läden dicht gemacht werden. Die ersten Schließungen erfolgen zum 9. April. Damit würden kurzfristig rund 2500 Stellen wegfallen, teilte das Unternehmen nach Börsenschluss in den USA mit.
Gateway ist - allerdings mit großem Abstand - noch immer der drittgrößte PC-Hersteller in den USA nach den Konkurrenten Dell und Hewlett-Packard . Das Unternehmen leidet auch auf Grund seiner vergleichsweise hohen Kosten schwer unter der Konkurrenz.
Der PC-Hersteller hatte schon mehrere fruchtlose Sanierungsversuche hinter sich. Erst im vergangenen Monat hatte er die Übernahme des Billigcomputer-Produzenten E-Machines abgeschlossen. Die Übernahme soll dem Krisen-Konzern helfen, endlich wieder Gewinne zu schreiben. Die Revolution im Vertrieb soll dabei helfen.
Mit der Fusion war auch ein Führungswechsel einhergegangen: Wayne Inouye, Chef von E-Machines, hat die Leitung des kombinierten Unternehmens übernommen. Gateway-Gründer Ted Waitt, der seit Januar 2001 wieder als Vorstandschef amtierte, bleibt Vorsitzender des Verwaltungsrats.