PC-Preiskrieg Dell schlägt zurück
New York - Man wolle Einsparungen an die Kunden weitergeben, sagte Chief Operating Officer Kevin Rollins am Mittwoch in New York. Die meisten Preissenkungen träten sofort in Kraft. Als Begründung nannte er die "Effizienz" des Dell-Geschäftsmodells, welches eine kontinuierliche Politik von Preissenkungen ermögliche.
Am deutlichsten reduziert Dell die Preise für große Firmenkunden. Hier gibt es Preissenkungen von bis zu 22 Prozent. Auch bei Druckern und Computern für Privatanwender und kleine Firmenkunden sinken die Preise um bis zu 13 Prozent.
Indem Dell deutlich mache, dass sie immer noch die Preise senken könnten, wolle man den Hauptkonkurrenten Hewlett Packard (HP) einschüchtern, sagte der Analyst Toni Duboise dem Internetmagazin "news.com". "HP hat angekündigt, Dell mit Preissenkungen schlagen zu wollen", sagte Duboise. "Jetzt haben sie dafür bezahlt."
Erst am Dienstagabend hatte HP mit seinen Zahlen für das dritte Quartal die Analysten-Erwartungen deutlich verfehlt und die Märkte geschockt. Hauptgrund für das schlechte Ergebnis war laut Expertenmeinungen der harten Preiskampf von HP mit Dell.
HP hatte in seinem Ende Juli abgelaufenen dritten Geschäftsquartal gegen Dell eine neue, überaus aggressive Verkaufsstrategie gestartet: Die Preise für Desktop-PCs fielen bis auf 349 Dollar. Das Vorhaben schlug fehl, als die Preise für die PC-Komponententeile nicht so schnell fielen, wie HP dies erwartet hatte.