PC-Verkaufsboom: Dell schraubt die Prognose hoch - DER SPIEGEL
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PC-Verkaufsboom Dell schraubt die Prognose hoch

Optimismus in der Computerbranche: Der weltweite PC-Absatz ist überraschend stark angestiegen. Nicht nur Branchenpromimus Dell erhöht seine Profiterwartungen. Tech-Aktien in Deutschland und den USA ziehen an.
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New York - Dell   erhöhte seinen PC-Absatz im zweiten Quartal um 22,5 Prozent auf 7,26 Millionen Rechner. Der Konzern hat vor diesem Hintergrund seine Gewinnerwartungen für das zweite Quartal von 0,29 auf 0,31 Dollar pro Aktie erhöht. Grund seien die starke Auslandsexpansion und niedrigere Steuerzahlungen, so eine Unternehmensmitteilung am Freitag. Die Umsatzprognose blieb unverändert bei 11,7 Milliarden Dollar. Die Ergebnisse werden am 12. August veröffentlicht.

Auch andere Hersteller profitieren von steigender Nachfrage. Weltweit erhöhte sich die Zahl der PC-Verkäufe um 15,5 Prozent auf 39,7 Millionen Stück. Vor allem in Europa, in Kanada und Lateinamerika wuchs die Nachfrage, berichtete die US-Marktforschungsfirma IDC.

Hewlett-Packard war mit einem Absatz von 6,23 Millionen Stück - plus 15,4 Prozent - die Nummer zwei nach Dell. IBM steigerte den Absatz um 17,5 Prozent auf 2,57 Millionen Einheiten. An vierter Stelle rangierten Fujitsu/Fujitsu Siemens mit globalen Gesamtauslieferungen von 1,52 Millionen PCs, plus 19,3 Prozent. Fujitsu Siemens habe in Europa erneut ein starkes Quartal verbucht, doch habe es in Japan einen Rückgang gegeben. Acer kam mit 1,27 Millionen PCs auf den fünften Platz und legte um 30,7 Prozent zu.

Starker Euro treibt den Boom

Preissenkungen heizten die Nachfrage der Verbraucher und Ersatzanschaffungen der Unternehmen an. "Die Nachfrage in Europa, die von dem starken Euro und aggressiven Verkaufshilfen unterstützt wurde, war der stärkste Antriebsfaktor", sagte Loren Loverde von IDC. In der Region Europa/Naher Osten/Afrika hat es nach IDC-Angaben dank der hohen Desktop-Auslieferungen zum vierten Mal in Folge ein Quartalswachstum von rund 20 Prozent gegeben. Der Verkauf von tragbaren PCs stieg erneut um über 25 Prozent, doch habe er sich gegenüber den vorangegangenen drei Monaten abgeschwächt.

IBM hatte gestern gemeldet, der Gewinn sei im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent auf zwei Milliarden Dollar gestiegen. Bei starkem Auslandsgeschäft verkauften sich die großen Mainframe-Computer und andere Business-Rechner besonders gut, während IBM im Software-Sektor zu kämpfen hatte. Der Quartalsumsatz erhöhte sich um sieben Prozent auf 23,1 Milliarden Dollar. Der Halbjahresumsatz erhöhte sich um 8,9 Prozent auf 45,4 Milliarden Dollar. Der Halbjahresgewinn erreichte 3,6 Milliarden Dollar.

Infineon und IBM gewinnen

Auch der führende koreanische Elektronikkonzern Samsung Electronics meldete positive Zahlen: Dank starker Nachfrage nach Speicherchips, Flachbildschirmen und Mobiltelefonen hat sich der Reingewinn im zweiten Quartal nahezu verdreifacht, auf 3,13 Billionen Won (2,2 Milliarden Euro). Der Umsatz nahm im Vergleich zum Vorjahresquartal um 52 Prozent auf knapp 15 Billionen Won (etwa 10,5 Milliarden Euro) zu. Für das Gesamtjahr setzte der weltweit drittgrößte Handyproduzent seine Absatzprognose von 65 Millionen auf 86 Millionen Stück herauf.

Am deutschen Aktienmarkt baute der Dax nach Bekanntgabe der neuen Dell-Prognose sein Plus zunächst auf 0,7 Prozent oder 3873 Zähler aus - erst später fiel er wieder zurück und schloss bei 3843 Punkten. Aktien von Infineon   gewannen 1,16 Prozent. An der Wall Street legten IBM-Aktien bis gegen 18 Uhr deutscher Zeit 1,65 Prozent hinzu.

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