Pensionsstreit Ex-Bundesbankchef Welteke droht der "Bild"
Hamburg - Der nach der sogenannten Adlon-Affäre um bezahlte Übernachtungen in Berlin zurückgetretene Ex-Bundesbankchef wolle eine Unterlassungserklärung erreichen, berichtet die Zeitung heute in eigener Sache. Danach dürfe "Bild" nicht mehr behaupten, dass Welteke 8000 Euro Pension im Monat nicht genug seien.
Die Zeitung solle auch nicht mehr schreiben dürfen, der frühere Präsident der Bundesbank habe sich einen Ruhestandsanspruch von 24.000 Euro ausrechnen lassen. Weiter wolle Weltecke dem Blatt gerichtlich untersagen lassen, er habe seinen früheren Arbeitgeber, die Bundesbank, und das Land Hessen verklagt, damit sie ihm eine höhere Pension zahlten.
Welteke hatte vor dem Frankfurter Verwaltungsgericht am Montag eine Erhöhung seiner Bundesbank-Pension von 8000 auf 12.500 Euro im Monat erstritten. Eine Klage gegen das Land Hessen war dagegen gescheitert.
Der 64-Jährige erhält als früherer Landtagsabgeordneter von Hessen keine Pension, da seine Altersbezüge bei der Bundesbank höher sind und die Versorgungsansprüche als Abgeordneter in diesem Fall ruhen. Von der Bundesbank erhielt Welteke bislang knapp 36 Prozent seines letzten monatlichen Bruttogehaltes in Höhe von rund 24.000 Euro.
itz/ddp