Pentagon-Anstrich: Die Deutschen sind raus - DER SPIEGEL
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Pentagon-Anstrich Die Deutschen sind raus

Die Bayerische Chemiefirma Keim Farben hat einen wichtigen Kunden verloren. Bei der Renovierung des Pentagons kommt nun doch eine amerikanische Firma zum Zug - ihr günstigeres Angebot gab den Ausschlag.
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Washington - Der republikanische Abgeordnete Steve LaTourette aus Madison in Ohio teilte am Donnerstag mit, dass der 1,1 Millionen Dollar schwere Auftrag jetzt an das Unternehmen ChemMasters aus seinem Heimatstaat vergeben worden sei.

Die US-Firma hatte sich bei dem Abgeordneten beschwert, nachdem der bayerische Konkurrent ihr trotz eines günstigeren Angebots vorgezogen worden war. La Tourette hatte sich daraufhin im Frühjahr an das Pentagon gewendet und dabei auch die deutschen Haltung gegenüber dem Irak-Krieg ins Feld geführt. Der Auftrag war danach abermals ausgeschrieben worden.

Nach Angaben des Pentagon wurde die Farbe der Firma Keim Mineral seit hundert Jahren verwendet. Unter anderem wurden Wände des Kapitols und des Weißen Hauses damit gestrichen. Die Farbe der Firma Keimfarben GmbH aus Diedorf bei Augsburg ziert nach Angaben des Unternehmens unter anderem auch Windsor Castle, das Kanzleramt in Berlin und das Bolschoi-Theater in Moskau.

Der Geschäftsführer der Firma, Peter Neri, hatte indes auch Gutes an dem Wirbel um den Auftrag erkennen können: "So viel Gratiswerbung zum 125. Bestehen der Firma hätte ich mir im Traum nicht wünschen können".