Peoplesoft-Übernahme: Giftpille für Oracle - DER SPIEGEL
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Peoplesoft-Übernahme Giftpille für Oracle

Der Softwarekonzern Peoplesoft wehrt sich mit ganzer Kraft gegen eine feindliche Übernahme durch den Konkurrenten Oracle. Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge haben die Manager nun ein wirksames Mittel gefunden.
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New York - 7,3 Milliarden Dollar hat Oracle bisher für die Peoplesoft-Aktien geboten. Doch die Offerte wurde nicht angenommen. Der kleinere Mitbewerber stemmte sich mit Werbekampagnen und Interviews gegen den Angriff. Doch Oracle-Chef Larry Ellison gab nicht auf. Bis jetzt.

Wie das "Wall Street Journal" berichtet, will sich Oracle möglicherweise nun doch von der Offerte zurückziehen. Auslöser ist offenbar ein Coup von Peoplesoft-Chef Craig Conway. Der hatte nämlich seinen Kunden vertraglich zugesichert, dass Peoplesoft  , sollte es in den nächsten zwei Jahren übernommen werde, den Unternehmen die gezahlten Lizenzgebühren im doppelter bis fünffacher Höhe zurückerstatten werde.

Oracle hat am Montag gegen dieses so genannte "Peoplesoft-Kundenversicherungsprogramm" eine einstweilige Verfügung bei einem Gericht im Bundesstaat Delaware beantragt. In der Anzeige heißt es, falls die Peoplesoft-Führung weiter an der Geld-Zurück-Garantie festhalte, sei Oracle möglicherweise gezwungen, das Angebot zurückzuziehen, da es ökonomisch nicht länger sinnvoll wäre. Auch Aktionäre von Peoplesoft sehen das Rückgabe-Programm skeptisch und forderten ebenfalls das Ende dieser Aktion.

Sollte sich Oracle zurückziehen, hätte Conway sein Ziel erreicht. Schon seit Wochen erklärt er die Oracle-Offerte für gescheitert. Stattdessen freute er sich über den gestiegenen Bekanntheitsgrad.

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