Personal-Coup VW verpflichtet Bernhard als Markenchef
Wolfsburg - Bernhard, der Angebote von Ford und von einem Medienkonzern in den USA hatte, beginnt zum 1. Januar 2005 als VW-Vorstand ohne Geschäftsbereich, um wenige Monate später die Marken VW, Skoda, Bentley und Bugatti zu führen.
Bei DaimlerChrysler hatte Bernhard maßgeblich zur Sanierung von Chrysler beigetragen und war bereits als Chef von Mercedes-Benz ernannt. Zwei Tage, bevor er die Führung übernehmen konnte, wurde er jedoch von DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp gestoppt.
Bernhard hatte sich in der Aufsichtsratssitzung zuvor gegen weitere Finanzspritzen für Mitsubishi ausgesprochen und damit Schrempp eine schwere Niederlage bereitet. Zudem meldeten die Betriebsräte bei Mercedes-Benz Einwände gegen Bernhard an, der bei Mercedes Sanierungsbedarf ausgemacht hatte.
VW-Betriebsratschef Klaus Volkert hat nichts gegen die Verpflichtung von Bernhard im Volkswagen -Konzern, weil Bernhard trotz Werksschließungen bei Chrysler ein gutes Verhältnis zur US-Automobilarbeitergewerkschaft pflegte.
Offiziell bestellt werden soll Bernhard in der VW-Aufsichtsratssitzung am 12. November.