DEUTSCHE BAHN Personalchef muss gehen
Wegen Kritik an seiner Personalpolitik muss Horst Föhr den Vorstand der Deutschen Bahn (DB) verlassen. Der glücklose Personalchef wechselt auf eine Führungsposition im Gebäudemanagement der DB. Im Dezember soll der Aufsichtsrat die Personalie absegnen. Föhr, bislang für zuletzt 226 000 Beschäftigte verantwortlich, war bei der Eisenbahnergewerkschaft Transnet in Kritik geraten, die jüngst die »völlig unfähige Führungsschicht«, »utopische Zielvorgaben« und »praxisferne Entscheidungen« in Föhrs Bereich gegeißelt hatte. Die Gewerkschafter stoßen sich an Kopfprämien für DB-Manager, die besonders viele Stellen abbauen. Kritik gibt es auch aus der DB-Führung: Vertraute des Bahn-Chefs Hartmut Mehdorn halten dem Ex-Treuhand-Manager vor, sich zu wenig um den Führungskräfte-Nachwuchs zu kümmern. Noch vor einer Woche hatte Föhr vor der Presse »Meilensteine« seiner Personalpolitik gefeiert - zugleich aber durch seine öffentliche Kritik an den staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen im DB-Korruptionsskandal Mehdorn gegen sich aufgebracht.