Personalkarussell Siemens baut seinen Vorstand um
München - Siemens teilte heute mit, dass das Unternehmen neue Vorstände für die Ressorts Finanzen und Technologie ernannt habe. Finanzvorstand Neubürger werde seinen zum 30. September 2007 auslaufenden Vertrag aus persönlichen Gründen nicht verlängern. Nachfolger soll bereits zum 1. Mai 2006 Joe Kaeser werden. Näheres wurde nicht bekannt. Neubürger hatte als ein möglicher Nachfolger von Siemens-Chef Heinrich von Pierer gegolten, war aber nicht zum Zuge gekommen. Stattdessen wurde Klaus Kleinfeld im Januar 2005 neuer Siemens-Chef.
Hermann Requardt wird zum 1. Oktober 2006 Leiter der Sparte Corporate Technology und folgt damit auf Claus Weyrich. Weyrich verlängere seinen zum 30. September 2006 auslaufenden Vertrag nicht, erklärte Siemens, ohne Gründe für Weyrichs Ausscheiden zu nennen. Kaeser und Requardt sollen Mitglieder des Zentralvorstands werden.
Die Nachfolge im Finanzressort werde auf Vorschlag von Neubürger frühzeitig geregelt, da in dem Bereich langfristige Entscheidungen anstünden, hieß es. Neubürgers Nachfolger Kaeser ist den Angaben zufolge derzeit Leiter des Bereichs Corporate Strategies des Konzern und seit 1980 bei Siemens beschäftigt. Zuvor war er im Bereichsvorstand von ICM.
Weyrich leitet den Bereich Corporate Technology seit 1996 und wurde in dieser Funktion in den Siemens-Vorstand berufen. Unter seiner Führung seien die zentralen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten neu ausgerichtet worden, teilte der Konzern mit. Weyrichs Nachfolger Requardt ist zurzeit Mitglied im Bereichsvorstand Medical Solutions.
Zum 1. Mai 2006 soll zudem Eduardo Montes, bisher Chef von Siemens Spanien, den Vorsitz des Bereichsvorstands Communications übernehmen. Er trete in dem Bereich an die Stelle von Thomas Ganswindt, der diese Aufgabe für eine Übergangszeit zusätzlich übernommen hatte, hieß es weiter. Über die Berufungen wird der Aufsichtsrat voraussichtlich am 26. April entscheiden.
kaz/ddp/dpa/AP