Personalplanung: Stellenabbau bei der Telekom geht weiter - DER SPIEGEL
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Personalplanung Stellenabbau bei der Telekom geht weiter

Der Abbau von Jobs kommt bei der Deutschen Telekom schneller voran als erwartet. Der Personalvorstand des Konzerns geht davon aus, dass das Streichen von Stellen auch nach 2008 weitergeht.
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Bonn - Die Telekom liegt mit ihrem Personalabbau über den eigenen Erwartungen. "Der Abbau kommt deutlich besser voran als geplant", sagte Personalvorstand Heinz Klinkhammer dem "Handelsblatt". "Wir werden unser Ziel für dieses Jahr deutlich übertreffen." Von einem Angebot zur Altersteilzeit etwa haben bis Ende Mai bereits 1800 Mitarbeiter Gebrauch gemacht; erwartet hatte die Telekom bis Jahresende nur mit knapp 1600.

Auch ein bis Ende August befristetes Abfindungsangebot ist auf großes Interesse gestoßen. Dabei erhalten tarifgebundene Mitarbeiter bis zu 225.000 Euro, wenn sie den Konzern verlassen. Für diese Option haben sich bis Ende Mai bereits 1200 Beschäftigte entschieden - deutlich mehr als von der Telekom für diesen Zeitraum erwartet.

Der Konzern will sich bis 2008 von insgesamt 32.000 Mitarbeitern trennen. Das Gros davon soll aus der Festnetzsparte T-Com kommen, die unter anhaltenden Umsatzrückgängen leidet. Grund sind der Vormarsch des Mobilfunks und der Internet-Telefonie sowie das Wechseln vieler Kunden zu konkurrierenden Festnetzanbietern.

Die Telekom kann sich nur auf freiwilliger Basis von Teilen ihrer Belegschaft trennen. Bis 2008 gilt ein Beschäftigungspakt, der betriebsbedingte Kündigungen ausschließt. Zudem sind 80 Prozent der T-Com-Beschäftigten Beamte oder wegen langjähriger Dienstzugehörigkeit unkündbar. Der Bonner Konzern hat seinen Mitarbeitern Anfang des Jahres deshalb verschiedene Angebote unterbreitet, um ihnen den freiwilligen Abgang schmackhaft zu machen.

Die Telekom will aber auch nach 2008 weiter Personal reduzieren. Grund ist der geplante Bau von Netzen, die auf dem Internet-Protokoll basieren. In den kommenden Jahren wollen alle Telekomkonzerne in diese sogenannten Next Generation Networks (NGN) investieren. Sie benötigen wesentlich weniger Wartung als die bisherigen Leitungen.

"Die neuen Netze werden dafür sorgen, dass erheblich weniger Techniker gebraucht werden", erklärt Klinkhammer. "Wir müssen den Personalabbau deswegen auch nach 2008 fortsetzen."

kaz/dpa-AFX/AP