Personalwechsel: Commerzbank feuert Amerika-Chef - DER SPIEGEL
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Personalwechsel Commerzbank feuert Amerika-Chef

Die Commerzbank hat den Leiter ihres Amerika-Geschäfts entlassen. Der Nachfolger kommt aus den eigenen Reihen. Ein Zusammenhang mit den Riesenverlusten mit zweitklassigen Hypothekendarlehen lässt sich nur vermuten.
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Frankfurt am Main – Für Joachim Döpp, Statthalter der Commerzbank   in New York, geht die Dienstzeit zu Ende. Beide Parteien hätten sich im Einvernehmen getrennt, sagte ein Sprecher der Bank. Ob dies im Zusammenhang mit den Problemen des Instituts am US-Markt für zweitklassige Hypothekendarlehen steht, ließ er offen. Auch der für das US-Kreditgeschäft verantwortliche Jürgen Boysen muss gehen.

Nachfolger Döpps, der seinen Posten als US-Chef seit 2002 innehatte, wird der bisherige Leiter der Londoner Filiale Harry Yergey, wie der Banksprecher sagte. Für Boysen soll es ebenfalls einen internen Nachfolger geben.

Die Commerzbank ist mit 1,2 Milliarden Euro in amerikanischen Subprime-Papieren engagiert. Zwei Drittel davon entfallen auf das Amerika-Geschäft des zur Commerzbank gehörenden Immobilienfinanzierers Eurohypo. Bislang musste die Bank Wertberichtigungen von über 300 Millionen Euro vornehmen. Analysten rechnen mit weiteren Abschreibungen im soeben zu Ende gegangenen vierten Quartal. Die Commerzbank will ihre Geschäftszahlen für Oktober bis Dezember am 14. Februar veröffentlichen.

In den USA mussten wegen milliardenschwerer Abschreibungen im Zuge der Subprime-Krise zahlreiche Top-Manager ihren Hut nehmen. Unter anderen gehören Charles Prince von der Citigroup oder Stanley O'Neal von Merrill Lynch dazu. Mehrere US-Institute hatten für das vierte Quartal zudem höhere Abschreibungen bekannt gegeben als erwartet.

mik/Reuters